Wir waren dabei - Menschen erzählen über die DDR

Die 14-jährige Alina reist in meinem Buch "Wir sehen uns im Gestern" unfreiwillig in die DDR des Jahres 1984. Mit ihr könnt ihr einiges dort erleben. Doch vielleicht interessiert euch noch mehr über dieses verschwundene Land? Wie war das eigentlich damals in der DDR? Wie haben wir gelebt, wovon geträumt, was war belastend, was war schön?

 

Viele Fragen – und noch gibt es genügend Menschen, die selbst in der DDR gelebt haben und darüber erzählen können.

 

Aktuell stelle ich hier eine Kontaktbörse mit Menschen zusammen, die gern mit Jugendlichen über ihre DDR-Erfahrungen reden möchten. Seid ihr dabei?

 


Möchtest du mitmachen und Zeitzeug:in sein?

Hier entsteht gerade eine Möglichkeit, mit der Jugendliche Kontakt zu Zeitzeug:innen aus der DDR aufnehmen können. Willst du dabei sein? Ich freue mich sehr über Menschen, die ihre persönliche Geschichte erzählen und noch ungesehene Blicke auf die DDR weitergeben möchten an Jüngere.

 

Wie läuft es ab? Du meldest dich am besten per Mail bei mir, wenn du in der DDR gelebt hast (egal wie lange, wichtig ist nur, ob du persönlich einen Bezug zur DDR-Geschichte empfindest, den du mit anderen teilen möchtest). Das kann alles Mögliche sein! Dann stimmen wir miteinander ab, worüber du Auskunft geben kannst und willst. Was das sein kann? Wirklich nahezu alles. Ob zur Kindheit und Jugend in der DDR, zur Rolle der Frau, Gleichberechtigung, Emanzipation, zu Schule, Erziehung und Bildung oder über Religion in der DDR, alles ist interessant. Es kann um deine Erfahrungen mit freier Meinungsäußerung in der DDR gehen, aber einfach auch um das Alltagsleben, also vielleicht Konsumangebot, Lebensmittel, Ernährung, Hausbau, Wohnungssuche, Arbeitssuche … das Arbeitsleben oder das künstlerisches Schaffen in der DDR. Es kann übers Familienleben und Freundschaften gesprochen werden, darüber wie du die Ambivalenz von Solidarität und allgegenwärtigem Misstrauen erlebt hast. Auch Ehe, Scheidung, Liebe und Beziehungen, queeres Leben kann eine Rolle in deinen Interviews spielen, ebenso Rassismuserfahrungen in der DDR. Und schließlich auch die Themen Staatssicherheit, Republikflucht oder Ausreise. Kurz: Alltag oder Ausnahmeerfahrungen, alles ist es wert, erzählt und gehört zu werden.

 

Wir stimmen uns auch dazu ab, auf welchen Wegen du mit den Jugendlichen am liebsten kommunizieren magst: Online in Form eines Videotreffens, per Mail oder Sprachnachricht oder auch, indem du an die Schulen kommst.

 

Mein Ziel ist, möglichst viele unterschiedliche Menschen als Zeitzeug:innen zu gewinnen – und damit mannigfaltige Blickwinkel auf das DDR-Leben, so dass es gut vorstellbar für heutige Jugendliche wird. Deshalb zögere nicht, dich bei mir zu melden, wenn du Lust drauf hast, wir probieren einfach aus, was für dich passt.


Möchtet ihr Zeitzeug:innen treffen?

Für alles stundenlang anstehen, kaum ins Ausland reisen, Obacht, vor wem man seine Meinung sagt, der ganze Lebensweg ist vorgeschrieben: War es so, das Leben in der DDR? Und was passierte, wenn man ausreisen wollte? Oder in den Fokus der Staatssicherheit geriet? Und wer war das überhaupt, der bei der Stasi arbeitete?

 

Wenn ihr mehr dazu erfahren wollt, dann habt ihr hier die Chance! Menschen, die selbst in der DDR gelebt haben, erzählen euch davon. Die Begegnungen können virtuell oder vor Ort stattfinden und ihr könnt mir schreiben, welche Lebensbereiche in der DDR euch besonders interessieren, da die Zeitzeug:innen zu unterschiedlichen Schwerpunkten erzählen können. Schreibt mir gern dazu!